22.09.2026 · Social Media Recruiting Strategie · 8 min Lesezeit
Stefan Westermann, Geschäftsführer
Social Recruiting in der Logistik ist bezahlte Ansprache von Berufskraftfahrern, Lagerkräften und Disposition im Feed. Ziel ist die Bewerbung, nicht die Reichweite. Die Anzeige nennt Tour, Schicht und Standort. Sie läuft im Pendelradius um Hof oder Lager, nicht bundesweit. Das Angebot für Speditionen und Lagerstandorte steht unter Logistik und Transport.
Fahrer und Lagerkräfte haben meist Arbeit. Sie kündigen nicht, weil ein Portal eine Stelle listet. Sie kündigen, wenn die Tour nicht mehr nach Hause führt, das Fahrzeug ständig in der Werkstatt steht oder der Schichtplan jede Woche kippt. Abends scrollen sie. Um 14 Uhr auf einem Stellenmarkt sitzen sie nicht.
Jobbörsen filtern aktive Suchende. In der Logistik ist dieser Pool dünn. Wer gerade kündigt, hat oft schon die nächste Tour beim Wettbewerber. Der größere Teil bleibt, bis etwas Konkretes bricht: eine weitere Übernachtung, ein defektes Fahrzeug, eine Schicht, die am Freitag noch einmal umgeworfen wird.
Dazu kommt die Bewerbungshürde. Lebenslauf und Anschreiben nach der Schicht macht kaum jemand. Ein Formular mit acht Pflichtfeldern bricht auf dem Handy ab. Das Ergebnis kennen die meisten Betriebe: wenige Klicks, Profile ohne die richtige Klasse, Bewerbungen von Leuten, die den Hof nie erreichen.
Bezahlte Kampagne mit Targeting, Creative, Funnel und laufender Steuerung. Kein Boost der Firmenpage, der drei Likes von Bestandskunden bringt. Die Definition steht unter Was ist Social Recruiting?. Die Leistungsseite ist Social Media Recruiting.
Im Alltag heißt das Meta: dieselbe Anzeige auf Facebook und Instagram. Facebook trägt Fahrer und Lagerkräfte, die abends noch im Feed sind. Instagram zeigt Flotte, Halle und Schicht, wenn sich der Alltag überhaupt zeigen lässt. Organische Posts ersetzen die Kampagne nicht.
Eine Anzeige „Logistik gesucht“ verwischt das Creative. Der Algorithmus braucht eine Rolle, der Text den Alltag, den die Person erkennt.
Berufskraftfahrer entscheiden über Nahverkehr, Feierabend zu Hause und das Fahrzeug. Fernverkehrsfahrer wechseln, wenn die Anzeige den kürzeren Weg konkret benennt, nicht wenn sie „abwechslungsreiche Touren“ verspricht. Lagerkräfte entscheiden über Schichtmodell, Zulage und ob die Arbeit noch Handarbeit oder schon Technik ist. Disposition ist die kleinere Gruppe. Wenn das Profil im Umkreis zu dünn für den Feed ist, ist Active Sourcing der passendere Weg. Den Vergleich beider Wege fasst Social Recruiting vs. Active Sourcing zusammen.
Was trägt: Nahverkehr statt weiterer Übernachtung. Planbare Wochenenden. Flottenalter, Ausstattung, Standzeiten. Im Lager das Schichtmodell, die Zulage und ob Scanner und Technik die schwere Handarbeit ersetzen. Beim Einstieg Führerscheinförderung, Quereinstieg oder Übernahme, wenn der Betrieb das wirklich anbietet.
Was nicht trägt: „familiäres Team“, ein Stockfoto einer fremden Zugmaschine, ein Gehalt, das erst im dritten Gespräch fällt. Wer den Fernverkehr verschweigt und im Gespräch die Übernachtung nachschiebt, verliert die Bewerbung und das Vertrauen im Bekanntenkreis der Fahrer.
Meta ist der tragende Kanal für Fahrer und Lagerkräfte. Die Ausspielung bleibt im Pendelradius, damit kein Budget an Kandidaten geht, für die der Weg zu weit ist. Wie die regionale Steuerung läuft, steht unter regionales Social Recruiting.
TikTok ergänzt, wenn Sie Nachwuchs im Lager ansprechen. Ohne echte Clips aus der Halle bleibt der Kanal leer. Was trägt, sind 15 bis 30 Sekunden aus dem Betrieb, gedreht mit den eigenen Leuten, nicht mit Models und nicht als Imagefilm mit Sprecher. TikTok liegt außerhalb der Meta-Staffel. Den Preis nennen wir je Vakanz, einen eigenen Festpreis erfinden wir nicht. Die Seite dazu ist TikTok Recruiting.
Homeoffice fällt für Fahrer und Lager aus. Eine Anzeige über ein ganzes Bundesland zahlt Klicks von Leuten, die nicht umziehen. In der Praxis begrenzen wir die Ausspielung auf den Umkreis, in dem der Weg zur Schicht realistisch ist. Pendler mit langem Arbeitsweg sind oft die besseren Gespräche, wenn die neue Schicht näher am Wohnort liegt. Das muss die Anzeige sagen.
Vor dem Start prüfen wir, ob im Umkreis überhaupt genug Personen erreichbar sind. Ein Hof mit drei Wettbewerbern im Kreis hat ein anderes Volumen als ein Lager in der Stadt. Die Prognose kommt aus der Potenzialanalyse, nicht aus einer Pauschale.
Kontaktdaten und drei Filter: Führerscheinklasse, Erfahrung oder Quereinstieg, Start oder Kündigungsfrist. Kein Lebenslauf im ersten Schritt. Wer Quereinsteiger mit Förderung sucht, darf „Klasse CE zwingend“ nicht fragen. Wer innerhalb von 24 Stunden nicht zurückruft, verliert den Fahrer an den Betrieb, der am selben Abend schreibt. Den Ablauf beschreibt Ablauf einer Kampagne.
Bei uns kostet eine Meta-Kampagne 960 €, Mediabudget inklusive, Laufzeit 30 Tage. Drei Kampagnen in einem Auftrag: 820 € je Kampagne, fünf: 740 €. Alle Preise netto, keine Erfolgsprovision. LinkedIn, TikTok, Employer Branding und Active Sourcing liegen außerhalb dieser Staffel und werden einzeln kalkuliert. Die Übersicht steht auf der Preisseite und unter Kosten für Social Recruiting. Pauschale Versprechen, eine Stelle sei in drei Tagen voll, halten wir nicht.
Mehrere offene Stellen gehören in getrennte Kampagnen. Eine Anzeige für Fahrer und Lager zugleich trifft keine der beiden Gruppen richtig. Die Branchenseite Logistik und Transport fasst Zielgruppe, Kanäle und Preis für den Start zusammen.
Ja. Das stärkste Argument ist der Wechsel in den Nahverkehr, mit Feierabend zu Hause. Das steuern wir gezielt aus, statt eine bundesweite Fahrer-Anzeige zu schalten.
Ja. Jede Rolle bekommt eine eigene Kampagne. Ab drei Kampagnen im Auftrag gilt 820 € je Kampagne, ab fünf 740 €.
Filterfragen zu Führerschein, Klassen und Verfügbarkeit sortieren unpassende Profile vor dem Absenden aus. Sie sehen danach weniger Bewerbungen, aber welche, mit denen ein Gespräch Sinn ergibt.
In 25 Minuten sehen Sie, ob Meta für Ihre Vakanz trägt – unverbindlich.