Schluss mit dem Gießkannen-Prinzip: Warum die Wahl der Plattform über Ihren Erfolg entscheidet
In unserer täglichen Arbeit bei Social Talent Hive erleben wir oft folgendes Szenario: Ein Geschäftsführer kommt zu uns und sagt: „Wir müssen jetzt unbedingt auf TikTok sein, das machen doch alle.“ Unsere Gegenfrage lautet dann meistens: „Wen genau wollen Sie denn einstellen?“
Die Auswahl der richtigen Social Media Recruiting Kanäle ist kein Beliebtheitswettbewerb. Es ist eine strategische Entscheidung, die darüber bestimmt, ob Sie Ihr Budget verbrennen oder ob Sie qualifizierte Bewerbungen erhalten. Wer einen erfahrenen Schweißer sucht, wird auf LinkedIn vermutlich weniger Erfolg haben als auf Facebook. Wer einen Senior Marketing Manager sucht, verschwendet auf TikTok eventuell Ressourcen, wenn die Strategie nicht messerscharf ist.
In diesem Beitrag teilen wir unsere Erfahrungen aus der Praxis. Wir schauen uns an, welche Kanäle für welche Zielgruppen funktionieren, mit welchen Kosten Sie rechnen müssen und wie Sie Fehlentscheidungen vermeiden.
Die Big Player im Check: Welcher Kanal für welche Zielgruppe?
Es gibt nicht den einen besten Kanal. Es gibt nur den Kanal, auf dem sich Ihre Wunschkandidaten in ihrer Freizeit aufhalten. Denn vergessen Sie nicht: Beim Social Recruiting sprechen wir Menschen an, die meistens gar nicht aktiv auf Jobsuche sind (passive Kandidaten). Wir müssen sie dort abholen, wo sie sich wohlfühlen.
Hier ist unsere Einschätzung der wichtigsten Social Media Recruiting Kanäle basierend auf zahlreichen Kampagnen:
1. Facebook und Instagram (Meta)
Aus unserer Agentur-Erfahrung können wir sagen: Die Kombination aus Facebook und Instagram ist nach wie vor das Zugpferd für die meisten Branchen, insbesondere im Blue-Collar-Bereich (Handwerk, Industrie, Pflege, Logistik).
Zielgruppe: Extrem breit gefächert. Facebook erreicht zuverlässig die Generation 30+, Instagram deckt die Altersgruppe 20-40 sehr gut ab.
Besonderheit: Die Targeting-Möglichkeiten (Zielgruppenansprache) sind exzellent. Der Algorithmus lernt schnell, wer an Ihrer Stelle interessiert sein könnte.
Geeignet für: Fachkräfte im Handwerk, Produktionsmitarbeiter, Pflegepersonal, Vertriebler, aber auch viele kaufmännische Berufe.
2. LinkedIn
LinkedIn ist das führende Business-Netzwerk. Hier herrscht ein anderer Ton und eine andere Erwartungshaltung.
Zielgruppe: White-Collar, Akademiker, Management, B2B-Vertrieb, IT-Spezialisten.
Besonderheit: Die Nutzer sind hier im beruflichen Kontext unterwegs. Das Mindset ist karriereorientiert. Allerdings sind die Klickpreise (CPC) oft deutlich höher als bei Meta.
Geeignet für: Führungskräfte, Ingenieure, spezialisierte IT-Rollen, Marketing-Verantwortliche.
3. TikTok
Der Aufsteiger unter den Social Media Recruiting Kanälen. Viele Unternehmen haben hier noch Berührungsängste, aber das Potenzial ist gewaltig – wenn man es richtig macht.
Zielgruppe: Generation Z (unter 25), aber die Nutzerbasis wird zusehends älter.
Besonderheit: Hier zählt Authentizität mehr als Hochglanz. Ein poliertes Imagevideo wird weggewischt. Sie brauchen echten, nahbaren Content.
Geeignet für: Auszubildende, Nachwuchskräfte, junge Facharbeiter, kreative Berufe.
4. Xing
Was viele nicht wissen oder verdrängen: Xing verliert im Vergleich zu LinkedIn an internationaler Relevanz, ist aber im DACH-Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz) bei bestimmten konservativeren Zielgruppen und im Mittelstand noch immer stark verankert. Wir raten unseren Kunden immer, Xing nicht pauschal abzuschreiben, sondern den Einzelfall zu prüfen.
Volle Kostentransparenz: Ein Preis, alles inklusive
Eine der häufigsten Fragen an uns lautet: „Was kostet Social Media Recruiting wirklich?“ Bei vielen Anbietern erwartet Sie eine böse Überraschung, da Agenturhonorar und Werbebudget (Ad Spend) getrennt abgerechnet werden.
Wir machen es Ihnen einfach: Bei uns erhalten Sie All-in-One Pakete. Das bedeutet: Das Werbebudget für die Platzierung auf Facebook und Instagram ist in unseren Preisen bereits enthalten.
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Keine versteckten Kosten: Sie wissen exakt, was Sie investieren.
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Fokus auf das Wesentliche: Wir nutzen die reichweitenstarken Meta-Plattformen, um Ihre Zielgruppe dort zu erreichen, wo sie sich täglich aufhält.
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Flexibilität: Sie benötigen zusätzlich Kanäle wie LinkedIn? Sprechen Sie uns gerne an – wir realisieren dies auf Anfrage individuell für Sie.
Für detaillierte Informationen zu Ihrer Investition finden Sie hier unsere Übersicht: Preisen und Pakete
Strategie vor Plattform: So gehen wir bei Social Talent Hive vor
Viele Unternehmen machen den Fehler, erst den Kanal zu wählen und dann die Botschaft zu entwickeln. Bei Social Talent Hive drehen wir diesen Prozess um. Bevor wir uns für spezifische Social Media Recruiting Kanäle entscheiden, durchlaufen wir folgende Schritte:
1. Kandidaten-Avatar erstellen: Wer ist die Person? Welche Hobbys hat sie? Was frustriert sie am aktuellen Job? (Ein LKW-Fahrer hat andere „Schmerzpunkte“ als ein Buchhalter).
2. Creative-Entwicklung: Bilder und Videos müssen den Nutzer im Feed stoppen („Scroll-Stopper“). Stockfotos funktionieren hier selten gut. Echte Einblicke zählen.
3. Kanalwahl: Erst jetzt entscheiden wir, wo wir dieses Creative ausspielen.
4. Technisches Setup: Wir bauen Bewerber-Funnel, die mobiloptimiert sind. Niemand möchte auf dem Smartphone einen Lebenslauf hochladen müssen.
Unsere Erfahrung bei Social Talent Hive zeigt ganz klar: Der beste Kanal nützt Ihnen nichts, wenn der Bewerbungsprozess danach zu kompliziert ist. Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, wie wir diesen Prozess ganzheitlich aufsetzen, finden Sie Details unter unserem Social Recruiting Service.
Häufige Fehler bei der Wahl der Social Media Recruiting Kanäle
Wir möchten Ihnen helfen, Lehrgeld zu sparen. Hier sind drei Fehler, die wir immer wieder beobachten, wenn Unternehmen das Thema ohne externe Hilfe angehen:
Copy & Paste von Stellenanzeigen: Ein PDF oder ein Text-Screenshot einer klassischen Stellenanzeige hat auf Instagram nichts verloren. Social Media Recruiting Kanäle sind visuell. Textwüsten werden ignoriert.
Falsche Plattform für die Zielgruppe: Wir haben Unternehmen gesehen, die Azubis über Xing suchten oder Geschäftsführer über TikTok (mit Tanzvideos). Das passt in 99% der Fälle nicht zusammen.
Zu frühes Aufgeben: „Wir haben das mal 50 Euro auf Facebook probiert, das hat nichts gebracht.“ Social Media Algorithmen brauchen Zeit (Lernphase), um zu verstehen, wer konvertiert. Geben Sie einer Kampagne mindestens 2-4 Wochen Zeit.
Fazit: Testen, Messen, Optimieren
Die Landschaft der Social Media Recruiting Kanäle verändert sich ständig. Was heute funktioniert, kann morgen schon veraltet sein. Als Experten bei Social Talent Hive empfehlen wir Ihnen: Bleiben Sie flexibel. Legen Sie sich nicht dogmatisch auf einen Kanal fest, nur weil Sie ihn persönlich mögen.
Schauen Sie auf die Daten. Wo kommen die Bewerbungen her? Wo ist die Qualität der Kandidaten am besten? Manchmal ist es die Kombination aus mehreren Kanälen, die den Durchbruch bringt – zum Beispiel eine breite Ansprache auf Facebook, flankiert von Retargeting auf Instagram.
Starten Sie mit einer klaren Analyse Ihrer Zielgruppe, wählen Sie den logischsten Kanal und seien Sie bereit, zu justieren.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Welche Social Media Kanäle eignen sich am besten für Recruiting?
Was kostet eine Kampagne auf Social Media Recruiting Kanälen?
Natürlich beeinflussen Faktoren wie Region, Branche und die Bekanntheit Ihres Unternehmens den Aufwand. Doch statt Sie mit schwankenden Werbebudgets und komplizierten Abrechnungen allein zu lassen, machen wir es einfach:
Bei uns erhalten Sie Festpreise für Facebook und Instagram. Das bedeutet: Wir kalkulieren das nötige Werbebudget intern so ein, dass wir für Ihre Vakanz genügend Ergebnisse erzielen. Sie haben volle Planungssicherheit und keine versteckten Zusatzkosten durch die Plattformen.
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